Die Schreibwerkstatt "Das Textprojekt" bietet in regelmäßigem Rhythmus neue Kurse an.
März-April: Kursabschnitt 1 / Mai-Juni: Kursabschnitt 2 / August - Oktober: Kursabschnitt 3
Oktober-Dezember: Kursabschnitt 1 / Januar-Februar: Kursabschnitt 2
Anmeldung unter: thomas.piesbergen (at) gmx.de


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Dienstag, 18. September 2012

Schreibwerkstatt in Hamburg Altona: Neuer Kurs ab dem 23. Oktober 2012

Link zum aktuellen Kurs Mai 2022: (KLICK)


Der erste Abschnitt des Textprojekts "Von der Idee zum ersten Entwurf" beschäftigt sich vor allem mit dem Entwickeln guter Geschichten, der Gestaltung lebendiger Charaktere und dem Entwerfen von glaubwürdigen, aufregenden Konflikten sowie allgemeinen dramaturgischen und handwerklichen Problemen.

Die Unterrichtseinheiten werden begleitet von Hausaufgaben, in denen die Teilnehmer die erlernten Techniken ausprobieren können - gerne auch im Rahmen bereits bestehender, eigener Projekte. Die so entstandenen Texte werden in der Gruppe besprochen.

Die Tehmen im einzelnen:

• Schreibmotivationen
• Schreibmethoden
• Literarische Themen
• Charaktere: Protagonist und Antagonist
• Charakterisierung
• Charaktertiefe
• Konflikte und ihre Entwicklung
• Entwurf des Handlungsverlaufs
• Konfrontationen
• Plot und Gegenplot
• Spannungsbögen
• Das Setting: Zeit und Ort der Handlung
• Schauplätze
• Der Anfang
• Schreibhemmungen

Ort: Atelierhaus Breite Straße 70
Kursdauer: 2 Monate (8 x 2 Stunden)
Teilnahmegebühr: 120,- €
Zeit: Dienstags 19:30 - 21:30
Bei großer Nachfrage kann ein weiterer Kurs (Mo. oder Do.) eingerichtet werden.


Anmeldung unter: (siehe Kontaktdaten auf dem unten stehenden E-Flyer)



Donnerstag, 20. Oktober 2011

Karel Capek über die Arbeit des Schriftstellers (in: "Meteor", 1934)

"Phantasie an sich erscheint immoralisch und grausam wie ein Kind; sie gefällt sich in Schrecken und Lächerlichkeiten. Wie oft habe ich meine fiktiven Personen auf Wege des Leids und der Erniedrigung geführt, um sie desto inniger bedauern zu können! So sind wir Phantasieproduzenten: um ein Menschenleben zu würdigen oder zu bewerten, bereiten wir dem Betreffenden ein schweres Schicksal, erlegen ihm Kämpfe und Leiden größten Ausmaßes auf. Doch verbirgt sich dahinter nicht der eigenartige Ruhm des Lebens? Will ein Mensch zeigen, daß er nicht umsonst und nichtig gelebt hat, so nickt er und sagt: Ich habe viel durchgemacht. …
Ich versuche die Literatur wegen ihrer Vorliebe für Tragik und Spott zu entschuldigen. Beides sind nämlich Umwege, welche die Phantasie ersonnen hat, um mit ihren Mitteln, auf ihren unwirklichen Wegen eine Illusion von der Wirklichkeit zu schaffen. Die Wirklichkeit an sich ist weder tragisch noch lächerlich; sie ist viel zu ernst und unbegrenzt für das eine wie für das andere. Mitgefühl und Gelächter sind lediglich Erschütterungen, mit denen wir die Ereignisse außerhalb von uns begleiten und kommentieren. Rufen sie wie auch immer diese Erschütterung hervor, so erwecken sie zugleich den Eindruck, außerhalb von ihnen habe sich etwas Wirkliches abgespielt, desto wirklicher, desto stärker dieser gefühlsmäßige Schlag ist. Mein Gott, welche Tricks und Gaukeleien ersinnen wir Fachleute der Phantasie, um die verknöcherte Seele des Lesers gehörig und unbarmherzig zu erschüttern!"

Link zum aktuellen Kurs der Schreibwerkstatt März 2019: KLICK